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3 Männer stehen vor einem Presswagen
8. Januar 2026
Seit fünf Jahren arbeiten die Sparkasse OÖ und das Mühlviertler Entsorgungsunternehmen Zellinger zusammen. Akzente setzen beide Firmen mit regionaler Wertschöpfung, sozialer Verantwortung und E-Mobilität. Seit mittlerweile vier Genera­tionen ist das Familienunter­ nehmen Zellinger aus Walding (Bezirk Urfahr­-Umgebung) in den Bereichen Abfallwirtschaft, Trans­porte und Baggerungen tätig. 130 Mit­arbeiter stehen täglich für die Kunden aus ganz Oberösterreich im Dienste der Umwelt im Einsatz. Das Mühlviertler Unternehmen ist dabei ein starker Partner für Betriebe und Menschen in der Region – und ver­traut in finanziellen Fragen seit vielen Jahren auf die Partnerschaft mit der Sparkasse OÖ. Der Ansatz ist dabei bei beiden Traditionsbetrieben identisch: nachhaltige Kundenlösungen schaffen für eine positive Zukunft in der Region und Oberösterreich, wie Geschäftsführer Jürgen Humer­-Zellin­ger, Prokurist Martin Ehrensperger und Manuel Molnar, Vorstandsdirektor CSO der Sparkasse OÖ, im Interview betonen. Alle reden über Regionalität. Was macht Regionalität Ihrer Meinung nach aus und woran erkennt man bei Ihren Unternehmen regionales Handeln? JÜRGEN HUMER­-ZELLINGER: Regio­nalität ist ein oft verwendeter und fast schon strapazierter Begriff. Wir leben diese Regionalität auch tatsächlich, als Familienunternehmen mit 70­jähriger Firmengeschichte. Genau genommen hat der Urgroßvater meiner Gattin sogar schon vor hundert Jahren, also 1925, begonnen, mit Pferdefuhrwer­ ken Sachen zu transportieren. Wir sind also schon seit vier Generationen hier im Bezirk, hier im Mühlviertel unter­ nehmerisch tätig, haben unsere Spuren hinterlassen und sind hier verwurzelt. Das betrifft unsere sozialen Aktivitä­ten und Sponsorings genauso wie die wirtschaftliche Wertschöpfung als re­gionaler Versorger. MANUEL MOLNAR: Bei der Sparkasse OÖ steckt die Regionalität schon im Namen, nämlich Regionalbank. Wir sind in Oberösterreich verwurzelt und erfüllen seit 175 Jahren den Auftrag, in der Region Wohlstand zu schaffen. Wir sind zwar kein klassisches Famili­enunternehmen, denken aber sehr ähn­lich. Etwa, dass wir bei Entscheidun­gen nicht auf kurzfristigen Gewinn aus sind, sondern an nachhaltige Chancen denken. Und wir führen Geschäftsbe­ziehungen auf Augenhöhe. Vermutlich spielen dann auch Vertrauen und Handschlagqualität in diesen eine Rolle. HUMER­-ZELLINGER: Genau. Und üb­rigens haben wir nicht nur als Unter­ nehmen mit der Sparkasse OÖ eine Geschäftsbeziehung. Ich bin privat Zeit meines Lebens Kunde, also seit 51 Jah­ren (lacht). EHRENSPERGER: Bei unseren Ge­schäftsbeziehungen mit der Sparkasse OÖ geht es um Volumina bei den Inves­titionen im siebenstelligen Bereich. Das funktioniert nur, wenn das Vertrauen da ist – und es funktioniert sehr gut. Denn eine Bank muss ja auch verstehen, wie das jeweilige Geschäftsmodell des Kunden funktioniert und wie die Branche tickt. Wir haben gemerkt, dass dies im Falle der Sparkasse OÖ genauso ist. Stichwort Regionalität. Da stößt man doch an Wachstumsgrenzen. Das kann doch nicht gut sein, oder doch? HUMER­-ZELLINGER: Ich denke hier an den Spruch: Think global, act local. In unseren Visionen und unserem Be­ streben ist uns das große Ganze schon wichtig. Aber wir verstehen uns als lo­ kaler Dienstleister und Entsorger. Uns ist es wichtiger, dass wir nachhaltige Spuren hinterlassen und Akzente set­ zen. Und wir denken eben global. Nicht umsonst haben wir Mitarbeiter aus 18 verschiedenen Herkunftsländern bei uns beschäftigt. EHRENSPERGER: Da merkt man auch, wie wir global denken. Und da wir auch in der Transportbranche tätig sind, er­ gibt es auch mehr Sinn, wenn wir regio­nal agieren. Das bedeutet kürzere Wege und geringerer CO 2 ­Ausstoß und somit nachhaltigeres Wirtschaften. MOLNAR: Wachstum und Regionalität schließen einander nicht zwingend aus. Wir sind in der Region wirksam und hier hinterlassen wir unsere Fußab­drücke als Sparkasse OÖ. Wir arbeiten hier intensiv mit unseren Kunden zu­sammen und gestalten somit aktiv die Zukunft. Und das Wort Region wird ja oft sehr unterschiedlich definiert. Stichwort Erfolg. Wie definieren Sie den? MOLNAR: Die Basis sind motivierte und zufriedene Mitarbeiter. Die auch verstehen, wofür das eigene Unterneh­ men steht und was das Unternehmen auszeichnet. Dann kommt der Erfolg von selbst. HUMER­-ZELLINGER: Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass Erfolg viel damit zu tun hat, welchen Sinn ein Unter­ nehmen stiftet. Welchen Mehrwert das Unternehmen – vor allem in der Re­ gion – den Menschen bietet. Ich meine, wir als Familienunternehmen Zellin­ger sind hier in der Abfallwirtschaft, im Recyclinggeschäft auch deshalb so erfolgreich, weil wir nahbar und nach­ haltig agieren. Aber auch Nachhaltigkeit ist ein oft strapazierter Begriff aus Marketingfoldern. HUMER­-ZELLINGER: Das stimmt schon, aber wir definieren diesen Be­griff schon umfassender. Es ist ja nicht nur Umweltschutz. MOLNAR: Soziale Verantwortung gehört genauso dazu sowie eine regionale Verankerung; beispielsweise mittels Sponsorings von Kultur­ oder Sport­ vereinen. Oder auch, dass unser Fuhr­park vollelektrisch ist. Wir gehen auch beim Umbau unseres Stammhauses in Linz nachhaltige Wege. EHRENSPERGER: Es geht um das große Ganze und man darf dabei die Wirt­schaftlichkeit nicht außer Acht lassen. Denn nur, wenn man erfolgreich ist, kann man investieren – beispielsweise in ressourcenschonende, saubere Mobilität. Da setzt ja die Firma Zellinger auf E-Mobilität bei den Presswägen. HUMER­-ZELLINGER: Und das schon seit vielen Jahren. Da sind wir öster­reichweit Pioniere gewesen. EHRENSPERGER: Dieses Projekt haben wir mit der Sparkasse Oberösterreich umgesetzt und sind rundum zufrieden. Ein großer Vorteil ist, dass wir den not­wendigen Ökostrom zu hundert Prozent selbst in unserem ÖkoPark produzieren. MOLNAR: Wir waren von dem Kon­zept überzeugt und ich bin froh, dass wir diesen Weg gemeinsam eingeschla­gen haben.
Zwei Männer schauen sich an einem Tisch eine Broschüre an, im Hintergrund ein Banner.
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